Ein Psalm Davids

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden,
treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.
Psalm 23, Einheitsübersetzung

Was für uns lebensnotwendig ist, gibt er uns:
Wir bekommen Nahrung, Glück und Liebe.
Durch ihn leben wir in Gemeinschaft und in Frieden.
Er leitet uns auf die Wege, wo wir all das finden,
auch in dunklen Zeiten,
wenn Krieg, Traurigkeit, Krankheit und Tod herrschen,
nimmt er unsere Ängste.
Gott hebt auf, was uns voneinander trennt,
und auch die, die gegeneinander sind,
genießen bei ihm die vollste Gastfreundschaft.
Wir dürfen glücklich sein,
dass wir bei Gott immer ein Zuhause haben,
wo wir uns wohl fühlen und in das wir immer wieder zurückkehren können.
Christine und Susann

 Psalm 23, nach einer indianischen Übertragung

Der große Geist droben ist der Hirte aller Hirten.
Ich bin sein, und mit ihm mangelt mir nichts.
Er wirft mir ein Seil zu, und das Seil heißt Liebe;
und er zieht mich sehr sanft dorthin,
wo das Gras grün ist und das Wasser nicht so gefährlich.
Und ich esse und lege mich gesättigt nieder.
Oftmals ist mir mein Herz schwach und entfällt mir.
Aber er führt mich wieder empor und zieht mich auf eine gute Straße,
denn sein Name ist wunderbar.
Dereinst - es mag sehr bald sein, oder etwas später, vielleicht viel später -
wird er mich in ein enges Tal ziehen, das zwischen den Bergen liegt.
 Es ist dunkel dort, aber ich werde nicht umkehren
und mich auch nicht fürchten,
denn dort zwischen den Bergen wird der gute Hirte mir begegnen,
und der Hunger, den ich in meinem Herzen
das ganze Leben hindurch verspürte, wird gestillt werden.
Oftmals macht er aus dem Seil eine Peitsche,
aber danach gibt er mir einen Stab, auf den ich mich lehnen kann.
Er bereitet vor mir einen Tisch mit mancherlei Speisen.
Er legt seine Hand auf mein Haupt und alle Müdigkeit ist dahin.
Er füllt meinen Becher, bis er überläuft.
Was ich sage, ist wahr und keine Lüge.
Die Straßen, die vor mir liegen, werden mich durch dieses Leben führen;
und hernach werde ich eingehen in das große Lager,
zu wohnen und mich niedersetzen mit dem großen Hirten immerdar.