BRIEF DES PAULUS AN DIE GEMEINDE IN ROM 12

Liebe Geschwister! 

Gott ist unendlich liebevoll zu uns.
Darum ermutige ich euch:
Schenkt ihm euer ganzes Leben!
Seid so begeistert und voller Hingabe, dass es Gott gefällt! 
Denn das ist wirklich Gottesdienst. 

Passt euch nicht einfach der Welt an, 
sondern seid bereit, euch zu entwickeln und zu verändern,
damit ihr jeweils prüfen könnt, was nach Gottes Maßstäben 
gut und richtig ist. 

Weil ich Gottes Gnade erfahren habe, lege ich jedem von euch ans Herz: 
Niemand sollte sich für etwas Besseres halten, weil sich das nicht gehört. 
Seid bescheiden! 
Gott hat jedem Menschen dazu die richtige Glaubenstärke geschenkt. 

Letztlich ist es wie bei einem Körper: 
Es gibt viele Körperteile, aber nicht alle haben die gleiche Funktion. 
Gemeinsam bilden wir den Leib Christi und sind dabei aufeinander angewiesen, weil Gott uns in seiner Gnade 
ganz unterschiedliche Begabungen gibt.

Wenn jemand Gottes Willen erkennen kann, 
dann soll er das den Geboten entsprechend tun. 
Wenn jemand eine Aufgabe in der Gemeinde übernimmt,
dann soll er damit allen dienen. 
Wenn jemand predigen kann, dann soll er predigen. 
Wenn jemand andere ermahnen kann, dann soll er das auch dürfen.
Wenn jemand andere unterstützt, 
dann soll er dabei nicht eigennützig sein. 
Wenn jemand eine Gemeinde leitet, 
dann soll er mit Begeisterung bei der Sache sein.
Wenn jemand sich um die Armen kümmert, soll er das gerne machen. 

In all dem, was ihr aus Liebe tut, darf keine Heuchelei sein. 
Ihr solltet das Böse verabscheuen und das Gute anstreben. 
Euer Miteinander soll von Herzlichkeit geprägt sein: 
Behandelt einander mit Achtung.
Macht das, was ihr tut, nicht lustlos, sondern seid leidenschaftlich, 
schließlich geht es um die Sache Gottes. 

Lebt fröhlich und voller Hoffnung,
ertragt die Herausforderungen geduldig und vergesst nie, 
mit Gott im Gespräch zu bleiben. 
Sorgt euch um die Nöte in der Gemeinde und seid gastfreundlich.
Segnet die Menschen, die euch Böses wollen, 
ja, segnet sie und verflucht sie nicht. 
Freut euch mit denen, die sich freuen,
und weint mit denen, die traurig sind. 

Zieht an einem Strang.
Strebt nicht nach äußeren Erfolgen 
und werdet auf keinen Fall hochmütig; bleibt demütig. 
Wenn man euch Unrecht tut, zahlt es nicht mit gleicher Münze heim. 
Versucht, von allen nur das Beste zu denken, 
und - soweit das eben möglich ist- 
mit allen Menschen in Frieden zu leben. 

Ihr müsst in dieser Welt keine Gerechtigkeit erzwingen,
überlasst die Rache lieber dem Zorn Gottes, 
schließlich heißt es bei Mose:
",Ich bin der Richter', sagt Gott. ,Ich kümmere mich um die Vergeltung.'" 

Das heißt konkret; 
"Wenn dein Feind Hunger hat, dann gib ihm etwas zu essen, 
und wenn er Durst hat, gib ihm etwas zu trinken. 
Und wenn du das tust, wird er sich fühlen, 
als hätte er glühende Kohlen auf dem Kopf." (Sprüche) 

Lass niemals zu, dass das Böse Macht über dich bekommt, 
sondern überwinde es mit Hilfe des Guten. 

Nach einer Übersetzung von Klaus Douglass und Fabian Vogt
aus dem Buch "Expedition zum ICH"