Jeden Sonntag ein Gottesdienst zum Wochenthema

Sonntag, 15. Februar: Eröffnungsgottesdienst
Thema: Wer bin ich wirklich?

Sonntag, 22. Februar
Thema: Wie werde ich frei?

Sonntag, 01. März
Thema: Was bestimmt mein Handeln?

Sonntag, 08. März
Thema: Wie bekomme ich eine Beziehung zu Gott?

Sonntag, 15. März
Thema: Wo gehöre ich hin?

Sonntag, 22. März
Thema: Wie gehe ich weiter?

Sonntag, 29. März: Abschlussgottesdienst
Thema: Und dann?

So! Und jetzt geht es los

Woche 1 Genesis  Wer bin ich wirklich?

Tag 1 
Was ist der Mensch Psalm 8

Gott liebt die Menschen nicht, weil er so wertvoll ist, sondern der Mensch ist so wertvoll, weil Gott ihn liebt. Helmut Thielicke

Gott spricht: " Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte" Jeremia 31,3

Tag 2
Die Krone der Schöpfung 1. Mose 1 - 1. Mose 2, 3 Schöpfungsgeschichte

Der Mensch ist nur die Krone der Schöpfung, wenn er weiß, dass er es nicht ist. Gottfried Benn

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, und er schuf sie als Mann und als Frau. 1. Mose 1, 27

Tag 3
Das Risiko Gottes 1. Mose 2, 5-25 2. Schöpfungsgeschichte 400 Jahre älter

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit, das ist der Grund warum sich die meisten Menschen vor ihr fürchten. George Bernard Shaw

Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt und seiner Stimme gehorcht. 5. Mose 30, 19 - 20

Tag 4
Täter und Opfer zugleich 1. Mose 3, 1-16  Der Sündenfall

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Albert Einstein

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.  Psalm 51, 12-13

Tag 5
Vom Bösen ergriffen 1. Mose 4, 1-16 Kain und Abel

Das Wesen des Guten ist: Leben erhalten, Leben fördern, Leben auf seinen höchsten Wert bringen. Das Wesen des Bösen ist: Leben vernichten, Leben schädigen, Leben in seiner Entwicklung hemmen. Das Grundprinzip der Ethik ist also Ehrfurcht vor dem Leben.  Albert Schweitzer

Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. 1. Mose 8,3

Tag 6
Von Gott ausgeliefert Römer 1, 18-32 Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Strafen heißt, absichtlich ein Übel zufügen. Wer in diesem Sinne strafen will, muß sich eines höheren Auftrags zuversichtlich bewußt sein. Gustav Radbruch

Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus. Römer 6,23

Tag 7
Eingeladen zum Neuanfang Lukas 15, 11-24 Der verlorene Sohn

Du hast uns zu dir geschaffen, o Gott, und unruhig ist unser Herz, bis es Frieden findet in dir.  Aurelius Augustinus

Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. Psalm 103, 8-11

Woche 2 Exodus  Wie werde ich frei?

Tag 8
Von Gott geführt und beschützt Psalm 23

1 Ein Lied Davids. Der Herr ist mein Hirt; darum leide ich keine Not. 

2 Er bringt mich auf saftige Weiden, lässt mich ruhen am frischen Wasser 

3 und gibt mir neue Kraft. Auf sicheren Wegen leitet er mich, dafür bürgt er mit seinem Namen. 

4 Und muss ich auch durchs finstere Tal - ich fürchte kein Unheil! Du, Herr, bist ja bei mir; du schützt mich und du führst mich, das macht mir Mut. 

5 Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir deinen Tisch; festlich nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll. 

6 Deine Güte und Liebe umgeben mich an jedem neuen Tag; in deinem Haus darf ich nun bleiben mein Leben lang.

Absolute Freiheit ist ein Illusion. Von irgendwas sind wir immer abhängig. Freiheit ist letzten Endes immer selbst gewählte Anhängigkeit.

Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen. Römer 8, 28

Tag 9
Zum Vertrauen herausgefordert 1. Mose 12, 1-4 und 1. Mose 15, 1-6

Wir Deutschen denken so gern über den Glauben nach, dass wir das Nachdenken über den Glauben bereits für Glauben selbst halten. Dietrich Bonhöffer

Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11, 1

Tag 10
Mit Gott auf Du und Du 2. Mose 3, 1-15 Mose und der brennende Dornbusch

Gott kann viel mehr mit einer Schwäche machen, die wir ihm zur Verfügung stellen, als mit all unseren Stärken, die wir für uns selbst behalten.

Lass Dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2. Korinther 12, 9

Tag 11
Von der Ohnmacht befreit 2. Mose 14, 5-31 Gott bahnt einen Weeg durchs Meer

Die größten Feinde der Freiheit sind die glücklichen Sklaven. Marie von Ebner-Eschenbach 

Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen. Jesaja 43,2

Tag 12
Dein Bruder und seine Autos! Coolness vortäuschen das kann er. Immer happy! Aber ich sag dir: Um glücklich zu sein braucht man mehr als einen Sportwagen von Porsche! Du weisst, wovon ich rede??

Von Ferraris

Orientiert an Gottes An-Geboten.  2. Mose 20, 1-17 Die zehn Gebote

Liebe - und dann tu, was du willst Aurelius Augustinus

Die Liebe ist des Gesetzes Erfüllung. Römer 13, 10

Tag 13
Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein.  Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.

Aus ganzem Herzen 5.Mose 6,4-5 Das jüdische Glaubensbekenntnis

Um Gott zu erkennen, muss man ihn lieben; um die Menschheit zu leben, muss man sie erkennen. Aurelius Augustinus

Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. 1.Johannes 4,10

Tag 14
Zum Leben befreit  Markus 5, 1-20 Äußerlich und Innerlich frei

Freiheit ist ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen. Jean Paul

Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei. Johannes 8, 36

 

 

Woche 3 Propheten  Was bestimmt mein Handeln?

Tag 15
Das Lied der Liebe  Korinther 13, 1-13

Sammle Dir jeden Tag etwas Ewiges, das dir kein Tod nehmen kann.  Johann Caspar Lavater 

Gibt es irgendetwas, das bleibt? Ja, sagt Paulus, es gibt Dinge, die spiegeln bereits jetzt die zukünftige Herrlichkeit Gottes; Glaube, Hoffnung und Liebe. Der Glaube, das Vertrauen auf Gott, ist die Basis, aber die Liebe ist das Ziel. Glauben und Hoffnung sind ewig gültig, aber die Liebe ist jetzt schon ein Stück Himmel auf Erden, ist schon ein Stück Ewigkeit in unserer Zeit.

Jesus spricht: "Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann".  Matthäus 6, 20

Tag 16
Der Mut zum Träumen Jeremia 1, 4-19

4 Der Herr sprach zu mir: 5 »Ich kannte dich schon, bevor ich dich im Leib deiner Mutter geformt habe. Schon vor deiner Geburt habe ich dich dazu bestimmt, dass du den Völkern meine Botschaften überbringst.« 6 »Aber, allmächtiger Herr«, wehrte ich ab, »ich kann nicht gut reden, ich bin noch viel zu jung!« 7 »Sag doch nicht, dass du zu jung bist«, antwortete der Herr. »Du sollst hingehen, wohin ich dich sende, und sagen, was auch immer ich dir auftragen werde. 8 Vor den Menschen brauchst du keine Angst zu haben, denn ich werde immer bei dir sein und dich retten. Das verspreche ich, der Herr.« 9 Dann berührte der Herr meinen Mund und sagte: »Hiermit habe ich meine Worte in deinen Mund gelegt! 10 Ich gebe dir die Vollmacht, vor Völkern und Königreichen zu reden. Manche von ihnen sollst du entwurzeln und einreißen, zerstören und vernichten; andere sollst du pflanzen und aufbauen.

Propheten sind wie Sterne: Wenn ihre Botschaft die Menschen erreicht, gibt es sie selbst vielleicht nicht mehr. Tennessee Williams

Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost. 1.Korinther 14,3

Tag 17
Die Suche nach Gott  Jesaja 55, 6-11

Sucht Gott, solange er sich finden lässt. 
Redet mit ihm, solange er ganz nah ist. 
Wer bisher ohne Gott gelebt hat, kann das ändern, und wer Schlechtes gedacht und getan hat, kann damit aufhören und sich Gott zuwenden -
denn der wird ihm vergeben, weil er ein gütiger Gott ist.

"Ich habe andere Maßstäbe als ihr und meine Möglichkeiten gehen weit über eure hinaus", sagt Gott: "Der Himmel ist so viel weiter als die Erde, und darum sind eben auch meine Möglichkeiten viel größer als eure Möglichkeiten und meine Maßstäbe überragen eure bei weitem. 

Wenn Regen und Schnee vom Himmel fallen, dann kehren sie nicht einfach wieder dorthin zurück: Sie tränken die Erde und machen sie fruchtbar, so dass sie Brot zum Essen und Samen für die nächste Saat hervorbringt. 
Genau so ist es mit jedem Wort, das ich sage: Es wird nicht wirkungslos zu mir zurückkehren, sondern das bewirken, was ich will, und alles erreichen, was ich damit beabsichtige." 

Mit Angst verbunden ist es, immer zu suchen, aber mit noch viel mehr Angst verbunden ist es, gefunden zu haben und verlassen zu müssen.  Johann Wolfgang von Goethe 

Ihr werdet mich suchen und finden, denn, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR. Jeremia 29, 13-14

Tag 18
Der Blick nach vorne Jesaja 43, 18-25

"Denkt nicht immer an das Vergangene, und klammert euch nicht an das, was früher war.
Ich will etwas ganz Neues erschaffen.
Merkt Ihr denn gar nicht,dass es schon begonnen hat.
Ich sorge für einen Weg in der Steppe und für Wasser in der Wüste. ...

Eines der Hauptübel, die im Laufe der Jahrhunderte zunehmen und sich in allen möglichen Formen äußern, ist der Glaube an die Vergangenheit. Leo N. Tolstoi

Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fließen. Jesaja 43, 19

Tag 19
Mutter zum Sohn auf ihrem Schoß:
Es ist nicht egal, wie wir unser Leben führen, mein Kind! Man sollte sein Leben so führen, dass man zu dem wird, der man gerne sein möchte!
Sohn: BATMAN

Die Sehnsucht Gottes Micha 6, 6-8

Obwohl der Prophet Micha vor 2800 Jahren lebte, treffen seine Warnungen damals wie heute genau ins Schwarze.
1. Ihr lebt auf Kosten anderer. In der Welt herrscht Not, dass es zum Himmel schreit, aber ihr nehmt eure Verantwortung nicht wahr.
2. Ihr redet von Gott, als wärt ihr unglaublich fromm, aber ihr tretet sein Recht mit Füßen. Ihr feiert äußerlich schöne Gottesdienste, aber tut nicht, was Gott von euch möchte.
3. Ihr missbraucht eure Macht und eure Begabungen, um euch selbst Vorteile zu verschaffen.
Micha hält den Menschen seiner Zeit ebenso wie uns einen Spiegel vor und sagt: Gott ist nicht zufrieden mit euch! Er ist sogar hochgradig sauer über das, was ihr aus dem euch anvertrauten Leben macht und wie andere dabei auf der Strecke bleiben!

Mensch! Gott hat Dir doch gesagt, was gut ist und was er von Dir erwartet. Tue, was recht ist, liebe die Güte und lebe im Bewusstsein der Gegenwart Gottes.

Es geht nicht um das, was wir tun oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die Gott uns anvertraut hat. Mutter Teresa 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig (wörtlich: achtsam) sein vor deinem Gott. Micha 6, 8

Tag 20
Die Feier des Lebens Amos 5 , 4+5+21-24

Gott lässt den Menschen von Israel sagen: Sucht nach mir, denn dann werdet Ihr das Leben finden.

Ich finde eure Gottesdienste schrecklich, ja, ich verachte sie sogar, und eure Feiern stinken zum Himmel. Hört auf, mich mit dem Geplärr eurer Lieder zu stören.
Deftig, deftig, wie Gott da zu den Menschen damals sprach! Was er wohl heute zu unseren Gottesdiensten sagen würde???

Sehr gut ist die Erklärung von Douglass zum Text: “Nicht den Gottesdienst an sich prangert Amos an, sondern den Gottesdienst als Alibi für eine in den Augen Gottes verkehrte Lebensführung. Freilich sollten wir nicht den umgekehrten Fehler machen und unsere vermeintlich rechte Lebensführung als Alibi dafür benutzen, nicht in den Gottesdienst zu gehen.”  Beides gehört untrennbar zusammen Gottesdienst und Leben. Und beides muss sich gegenseitig ergänzen und in Beziehung zueinander stehen.
Douglass fordert deswegen beides: Gottesdienstliches Leben und lebendige Gottesdienste. Unser Leben muss immer mehr ein Gottesdienst sein. Wir sollten nicht nur am Sonntag beten, Bibellesen, Gemeinschaft haben, Gott loben und ihn bekennen, sondern das alles auch im Alltag tun. Genauso müssen wir das Leben in den Gottesdienst bringen. Gottesdienst darf keine abgehoben, lebensferne Veranstaltung sein, die nur dazu dient unser religiöses Gewissen zu befriedigen. Wobei ich dazu ergänzen möchte, dass der Gottesdienst durchaus auch eine Kontrastfunktion hat: Da geschieht die Begegnung mit Gott und miteinander eben noch einmal in einer anderen Weise als im Alltag. Insofern darf der Gottesdienst schon etwas besonderes sein und darf die Stimmung auch “feierlicher” sein als im Alltag.

Was nicht im Alltag lebt, lebt auch nicht im Gottesdienst.

Weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst. Römer 12. 1

Halbzeit-Pause

Dieser Tag ist zum Durchatmen, Feiern oder Ausruhen gedacht. Wenn Sie auf den täglichen Bibeltext nicht verzichten möchten, empfehlen wir als Lektüre das 12. Kapitel des Römerbriefes.
Sie können es hier in der Übersetzung von Klaus Douglass. dem Author des Buchs nachlesen. ==>

Woche 4 / Jesus Wie bekomme cih eine Beziehung zu Gott?

Tag 21
Das Mensch gewordene Wort Gottes  Johannes 1, 1-5+10-12+14+16

Am Anfang war das Wort.
(bei Gott sind Reden, Handeln und Sein eins.
Darum umfasst der griechische Begriff "Logos", der hier im Original steht, 
das Phänomen "Leben" und "Existenz" im weitesten Sinn.)
Und das Wort war bei Gott,
weil Gott selbst das Wort war.
So gehört das Wort von Anfang an zu Gott.
Alles ist durch das Wort entstanden,
und nichts, was existiert,
existiert ohne das Wort.

Nicht ein Verhalten, sondern ein Verhältnis macht uns zu Christen.

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht,
Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Johannes 1, 12

Tag 22
Der Rabbi  Lukas 5, 27-32

Als Jesus die Stadt verließ, sah er an der Zollstelle den Zöllner Levi.
Er sprach ihn an und sagte: "Komm mit mir!".
Da stand Levi auf, ließ alles hinter sich und folgte ihm.
Im Neuen Testament finden wir elf Stellen, die davon sprechen, wie Jesus Menschen mit dem direkten Befehl "Folge mir nach!" beruft. Dieser Ruf trifft sie in den verschiedensten Lebenssituationen. Doch der Hauptgrund, warum Levi Jesus nachfolgt, ist nicht, dass er an Jesus glaubt, sondern dass Jesus an ihn glaubt.

Eine Bekehrung ist niemals das Ergebnis eines Zufalls, eher ereignet sie sich wie der Durchbruch eine Dammes , der allzu lange die Wasser der Sehnsucht aufgestaut hat.  Eugen Drewermann

Nicht viele Weise nach dem Fleisch,, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ... und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt.  1. Korinther 1, 26-17

Tag 23
Der Arzt   Markus 2, 1-12 Heilung eines Gelähmten

Als Jesus das Vertrauen dieser Freunde sah, sagte er zu dem Gelähmten: "Mein Kind, Deine Schuld ist vergeben."
Lähmung - die Unfähigkeit zu Handeln, damit sind wir gemeint.
Grenzen der Hilfe: Der Hauptgrund warum Leute nicht in die Kirche gehen, sind die Leute, die in die Kirche gehen.

Ein Teil der Heilung war noch immer, geheilt werden zu wollen.  Lucius Annaeus Seneca

Jeus spricht; "Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen." Lukas 4, 18

Tag 24 
Der Seelsorger  Johannes 4, 1-42 Jesus und die Samariterin

Jesus spricht die samaritische Frau an und durchbricht damit den Alltag und seine festen Regeln. Die Juden und die Samariter waren verwandt, aber gerade darum einander feind. Wenn Jesus sie anspricht, durchbricht er damit das Alltägliche. Ein zusätzlicher Tabubruch ist für die damalige Zeit, dass Jesus einfach eine fremde Frau anspricht und sie bittet, ihm Wasser zu geben.
Jesus braucht uns - Wir brauchen Jesus - Dem eigenen Durst auf den Grund gehen - Das Quellwasser der Anbetung - Selbst zur Quelle werden.

Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.  Dietrich Bonhoeffer

Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss. Johannes 10, 10

Tag 25
Der Lehrer des Gebets  Matthäus 6, 9-13

Betet so: Unser Vater im Himmelreich.
Dein Name soll verherrlicht werden. 
Deine Wirklichkeit soll kommen 
und das, was du willst, geschehen­
im Himmel und auf der Erde. 

Gib uns täglich das, 
was wir zum Leben brauchen.
Und vergib uns, 
was wir schuldig geblieben sind, 
denn auch wir vergeben denen, 
die uns etwas schulden.

Setze uns nicht der Versuchung aus, 
sondern befreie uns von allem Schlechten.
Denn du bist die Wirklichkeit, die Kraft 
und die Herrlichkeit für alle Zeit. Amen.

Als umfassende Gebetsschule ist das Vaterunser nicht zu verstehen, sondern eher als eine Erinnerung daran, was wir im Leben wirklich brauchen. Was wir zuerst und vor allem brauchen, ist, dass Gott wirklich Gott wird in unserem Leben. Zusätzlich brauchen wir Brot, wir brauchen Vergebung und wir brauchen Glauben. Und - so ergänzte die syrische Kirche - wir brauchen die Zuversicht, dass Gott sich allen Widernissen zum Trotz am Ende durchsetzt. Auch wenn diese Worte nicht von Jesus selbst stammen - in seinem Sinne sind sie auf jeden Fall. 

Was einem Vogel die Flügel, einem Schiff die Segel, das ist der Seele das Gebet.

Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Johannes 4, 24

Tag 26 
Der Gekreuzigte Jesaja 52, 13-15 und 53, 1-12

Uns begegnet in dem Gekreuzigten die Urgestalt des Menschen. Die nackte, ungeschminkte Wahrheit ist: Letztendlich sind wir geschlagene, missbrauchte, todverfallene Kreaturen. 
Dass Christus stirbt, ist kein Zufall. Die Bibel sagt: Das musste so sein. Es musste so sein, dass Christus diesen Leidensweg geht. Das ist der zwangsläufige Weg des Guten in dieser Welt: Wenn das wirklich Gute und wir aufeinander treffen, bleibt das Gute auf der Strecke. Wenn es um die Frage von Gut und Böse in dieser Welt geht, dann sind wir nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Wir sind nicht nur Opfer, sondern auch Täter.
Das Unbegreifliche ist aber: Gott lässt sich tatsächlich ans Kreuz schlagen. 
Nicht von den Juden. Nicht von den Römern. Von uns Menschen schlechthin! Wir können uns nicht damit rausreden, dass wir damals nicht dabei waren.
Das Kreuz offenbart die erschütternden destruktiven Potenziale, die in uns allen verborgen liegen und die auch Gott gegenüber keinen Halt machen.
Das ist es, was wir an Karfreitag anschaulich vor Augen geführt bekommen: 

Das Kreuz zeigt uns nicht nur das Problem, sondern auch die Lösung.
Es gibt keine Osterbotschaft ohne Karfreitag, Es gibt keinen Sieg Gottes über das Böse ohne vorheriges Scheitern, ohne Hingabe, ohne Schmerz.

Wir Menschen sind verlorener, als wir zugeben wollen, aber auch tiefer erlöst, als wir zu hoffen wagen. Sören Kierkegaard

Ich weiß, wie unsinnig die Botschaft vom Kreuz in den Ohren derer klingt, die verloren gehen. Wir aber, die wir gerettet sind, erkennen in dieser Botschaft die Kraft Gottes.  1. Korinther 1, 18

Tag 27
Der Auferstandene  Markus 16, 1-8  Jesu Auferstehung

Das Christentum sieht in der Auferstehung Jesu die Ermöglichung unserer Auferstehung.

Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer ganzer Glaube vergeblich. Eure Schuld ist dann nicht von euch genommen, und wer im Vertrauen auf Christus gestorben ist, ist dann verloren. Wenn wir nur für das jetzige Leben auf Christus hoffen, sind wir bedauernswerter als irgendjemand sonst auf der Welt.  1.Korinther 15, 17-19

 

Woche 5 Gemeinde  Wo gehöre ich hin?

Tag 28
In Christus verwurzelt  Johannes 15, 1-8 Der wahre Weinstock

Christsein bedeutet, dass jemand in unmittelbarer Verbundenheit mit Jesus lebt, so wie eine wachsende Weinrebe mit einem Weinstock verbunden ist.

Oft ist ein Hindernis der größte Glücksfall  aus Frankreich

Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, wird viel Frucht bringen. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Johannes 8, 5

Tag 29
Von Gott beauftragt  Matthäus 28, 18-20    Missionsbefehl Jesu

Jesus kam zu den Jüngern und sagte: »Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen! Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Bringt Ihnen all das bei, was ich euch anvertraut habe. Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.

Der oberste Zweck der christlichen Kirche ist es, Jesus Christus auf der ganzen Breite des persönlichen Lebens so zu verkündigen, dass man Ihn kennen lernt, Ihm vertraut, Ihm gehorcht und Ihm nachfolgt. Das ist die wichtigste Aufgabe jedes Christen. Das ist der nötigste, aber auch der am meisten vernachlässigte Dienst. John Mott

Tag 30
Von Gott begeistert  Apostelgeschichte 2, 1-13 über den heiligen Geist

Jesus sagt: „Der Vater im Himmel wird den Geist denen geben, die ihn darum bitten!" Darum sitzen am Anfang der Geschichte die Jünger zusammen und beten. Und das können und müssen wir auch tun. Denn der Heilige Geist drängt sich niemandem auf. Der Schriftsteller C.S. Lewis hat einmal gesagt: Der Heilige Geist ist ein ‚Gentleman‘. Er kommt nur, wenn man ihn hinein bittet. Die Frage ist dann allerdings: Wollen wir das überhaupt, dass der Heilige Geist uns in Brand setzt und uns und unsere Gemeinde von Grund auf verwandelt?

Ohne den Heiligen Geist ist Gott fern, bleibt Christus Vergangenheit, ist das Evangelium ein toter Buchstabe, die Kirche ein bloßer Verein, die Autorität eine Herrschaftsform, die Mission Propaganda, die Liturgie eine Geisterbeschwörung und das christliche Leben eine Sklavenmoral.  Patriarch Athenagoras von Konstantinopel

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Timotheus 1, 7

Tag 31
Zur Umkehr berufen  Apostelgeschichte 2, 14-18+22-24+32+36-41

Dass ein Mensch seine Sünde erkennt, ist nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes ein Werk des Heiligen Geistes. Menschen können andere Menschen wohl einschüchtern, ihnen Druck oder ein schlechtes Gewissen machen, nicht aber zur Erkenntnis ihres wahren Zustandes vor Gott bringen. Die Erkenntnis unserer Sünde kommt nicht durch äußeres Drängen und Treiben zustande, sondern durch ein Wirken des Heiligen Geistes in uns. Genau dies passiert in unserem Text. "Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?" Ein Schrecken hat die versammelten Menschen erfasst. Und Petrus antwortet das, was bereits Johan­nes der Täufer und auch Jesus den Menschen nahe gelegt hat: "Tut Buße!" 
Buße bedeutet einfach so viel wie "Umkehr" bzw. "Neuausrichtung auf Gott". 

Bekehrung gehört nicht zu unserer Arbeit, weil nur Gott bekehren kann.  Mutter Teresa

Ein Pharisäer mit Namen Nikodemus sagte zu Jesus. »Meister, wir alle wissen, dass Gott dich gesandt hat, um uns zu lehren. Die Wunder, die du tust, beweisen, dass Gott mit dir ist.« Jesus erwiderte: »Ich versichere dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.«  Johannes 3,3

Tag 32
In Liebe verbunden Apostelgeschichte 2, 42-47

42 Sie schlossen sich den anderen Gläubigen an, unterstellten sich der Lehre der Apostel und der Gemeinschaft und nahmen teil am Abendmahl und am Gebet.
43 Eine tiefe Ehrfurcht erfasste alle, und die Apostel vollbrachten viele Zeichen und Wunder.
44 Alle Gläubigen kamen regelmäßig zusammen und teilten alles miteinander, was sie besaßen.
45 Sie verkauften ihren Besitz und teilten den Erlös mit allen, die bedürftig waren.
46 Gemeinsam beteten sie täglich im Tempel zu Gott, trafen sich zum Abendmahl in den Häusern und nahmen gemeinsam die Mahlzeiten ein, bei denen es fröhlich zuging und großzügig geteilt wurde.
47 Sie hörten nicht auf, Gott zu loben, und waren bei den Leuten angesehen. Und jeden Tag fügte der Herr neue Menschen hinzu, die gerettet wurden.

Herr, erwecke deine Kirche und fange bei mir an.
Herr, baue deine Gemeinde und fange bei mir an.
Herr, bringe deine Liebe und Wahrheit zu allen Menschen
und fange bei mir an. aus China

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Apostelgeschichte 2,42

Tag 33
Miteinander herausgefordert Korinther 12, 12-27 Ein Körper – viele Glieder

Denkt zum Vergleich an den ´menschlichen` Körper! Er stellt eine Einheit dar, die aus vielen Teilen besteht; oder andersherum betrachtet: Er setzt sich aus vielen Teilen zusammen, die alle miteinander ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Genauso ist es bei Christus.
Im Bild vom Leib Christi malt Paulus uns wunderbar vor Augen, was Gemeinde im Innersten zusammenhält und was ihr Lebenspuls ist, wie sie funktionieren kann und was sie auszeichnet. Es geht um fünf große Themen:

   1. um die Einheit der Gemeinde,
   2. um die Verschiedenheit ihrer Mitglieder,
   3. um das Zusammenspiel in der Gemeinde,
   4.  um den Wert jedes Einzelnen und
   5.  um die „Problemfälle“ in der Gemeinde.

Wer seinen Traum von einer christlichen Gemeinschaft mehr liebt als die christliche Gemeinschaft selbst, der wird zum Zerstörer jeder christlichen Gemeinschaft, und ob er es persönlich noch so ehrlich, noch so ernsthaft und hingebend meinte. Dietrich Bonhöffer

Stattdessen sollen wir in einem Geist der Liebe an der Wahrheit festhalten, damit wir im Glauben wachsen und in jeder Hinsicht mehr und mehr dem ähnlich werden, der das Haupt ist, Christus.  Epheser 4, 15

Tag 34
Von Gnade gehalten  Römer 3, 21-28 Die Rechtfertigung allein durch Glauben

Der Schächer, der neben Jesus am Kreuz hing, das heißt, jemand, der ein Leben des Verbrechens geführt hat, kommt in den selben Himmel wie ein Petrus und ein Paulus, die Ihr Leben für Christus gegeben haben. Einfach weil er glaubt. Ist das gerecht? "Nein", sagt Paulus, "es ist Gnade".

Gerechtigkeit ist nur in der Hölle; im Himmel ist Gnade, und auf Erden ist das Kreuz. Gertrud von Le Fort

Denn wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Mensch durch Glauben für gerecht erklärt wird und nicht durch das Einhalten von Gesetzesvorschriften. Römer 3, 28

 

Woche 6 Zukunft Wohin gehe ich?

Tag 35
Gottes unüberbietbare Nähe  Psalm 139, 1-24

Ein Psalm Davids. Herr, du hast mein Herz geprüft und weißt alles über mich. Wenn ich sitze oder wenn ich aufstehe, du weißt es. Du kennst alle meine Gedanken. Wenn ich gehe oder wenn ich ausruhe, du siehst es und bist mit allem, was ich tue, vertraut. Und du, Herr, weißt, was ich sagen möchte, noch bevor ich es ausspreche. Du bist vor mir und hinter mir und legst deine schützende Hand auf mich. Dieses Wissen ist zu wunderbar für mich, zu groß, als dass ich es begreifen könnte! Wohin sollte ich fliehen vor deinem Geist, und wo könnte ich deiner Gegenwart entrinnen? ....

Frömmigkeit ist der Entschluss, die Abhängigkeit von Gott als Glück zu bezeichnen. Hermann von Bezzel

Von allen Seiten umschließt du mich und legst auf mich deine Hand. Ein unfassbares Wunder ist diese Erkenntnis für mich; zu hoch, als dass ich es je begreifen könnte. 

Tag 36
Das Letzte und das Vorletzte  Korinther 7, 29-31

Liebe Schwestern und Brüder,

ich will euch eines sagen:

"Die Zeit auf Erden ist kurz.
Darum sollten auch die, die verheiratet sind,
innerlich so ungebunden leben, als wären sie es nicht.
Wer trauert, soll die Trauer nicht so wichtig nehmen,
wer sich freut, die Freude nciht überbewerten,
und wer etwas kauft, soll sein Herz nicht daran hängen.

"Lebt so in der Welt, als bräuchtet ihr sie nicht,
denn ihre Wirklichkeit vergeht."
Unsere Zeit ist von der Ewigkeit Gottes umgeben und umdrängt. Die Konsequenzen daraus sind: 1. Weltverantwortung‚ 2. Nüchternheit und 3. Gelassenheit.
„Gott, schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.  Martin Luther

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Hebräer 13, 14

Tag 37
Die christliche Hoffnung  Römer 8, 28-39

Eines wissen wir: Für die, die Gott lieben und die er berufen hat. werden alles Dinge gut ausgehen.

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. 
Vaclav Havel

Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft8, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans9, nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist. Römer 8, 38-39

Tag 38
Die Auferstehung der Toten  Korinther 15, 14-28+35-44 

Die Frage, was nach dem Tod passiert, hat die Menschen schon immer fasziniert. Es gibt kaum eine Frage, von der mehr für uns abhängt.
3 Fragen, die heute beantwortet werden;
1. Ist nach dem Tod alles aus? 2. Gibt es ein persönliches Weiterleben nach dem Tod und 3. Wird bei der Auferstehung nur die Seele auferweckt oder auch der Leib?

Die Auferstehung ist die einfachste Sache der Welt. Der, der den Menschen einmal geschaffen hat, kann ihn auch zum zweiten Male schaffen. Voltaire

Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben. Johannes 3,16

Tag 39
Das Jüngste Gericht  Lukas 19, 12-36

Warum spielt in einer Religion, die derart von Liebe und Vergebung geprägt ist wie das Christentum, das Gericht so eine wichtige Rolle?
Das Leben ist kein Spiel: Wir haben nur ein einziges Leben, und wir müssen eines Tages darüber Rechenschaft ablegen,
Das Jüngste Gericht: Es wird offenbar werden, was wirklich hinter unseren Taten steckte und worauf diese Taten letztendlich zielten. Es wird offenbar werden, was der "rote Faden" in unserem Leben war, die Sehnsucht nach Gott oder der Wunsch, dass dieser "nicht über uns herrsche". Das, was wir im Tiefsten gewollt haben, werden wir bekommen so oder so,

"Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen - jene, die zu Gott sagen: »Dein Wille geschehe«, und jene, zu denen Gott sagt: »Dein Wille geschehe«. Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt." C.S.Lewis

Ich versichere euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben getan. Johannes 5, 24

Tag 40 (letzter Tag)
Gottes zukünftige Welt  Offenbahrung des Johannes 21, 1-7

Gott hatte eine gute Welt geschaffen: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (Genesis 1, 31). Aber dann verließen die Menschen Gott und stürzten diese Welt und sich ins Chaos. Das Chaos ist mittlerweile so groß und die Probleme sind so komplex geworden, dass wir es nicht mehr in den Griff bekommen werden. Darum muss „das Wesen" dieser Welt vergehen. Das Schöpfungswerk Gottes vollendet sich in einer neuen Welt, über die sich ein neuer Himmel wölbt.

Alles wird gut! Denn der, der auf dem Thron sitzt, spricht: „Siehe, ich mache alles neu." Zum ersten Mal spricht im Buch der Offenbarung nicht ein Engel oder eine andere himmlische Gestalt, sondern Gott selbst, Jahwe, das majestätische ICH.Diese Worte sind unfassbar, sie klingen zu schön, um wahr zu sein. Aber sie stammen von Gott selbst, sie stammen von dem, der Himmel und Erde bereits einmal geschaffen hat und der sie ein weiteres Mal schaffen wird. Dass er es kann, ist nicht so sehr das Wunder, immerhin ist er Gott. Aber dass er es will, dass er unsere Menschheit noch nicht abgeschrieben hat, sondern es noch einmal mit uns versuchen will, das ist das Wunder aller Wunder!      

Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich in den letzten 4o Tagen von diesem Wunder haben ergreifen und bewegen lassen, dann sind Sie dem ICH ein Stück näher gekommen — und dann hat sich unsere Expedition gelohnt.

Bei der Auferstehung wird die Welt in Gestalt eines abscheulichen alten Weibes kommen, und keiner erblickt sie, ohne sie zu hassen. Sie wird den Geschöpfen vorgeführt, die dann gefragt werden: „Kennt ihr die da?“ und sie werden sagen: „Gott bewahre, dass wir so eine kennen sollten!" Dann sagt man ihnen: „Dies ist die Welt, deren ihr euch so sehr gerühmt habt und um derentwillen ihr euch bekämpft habt!"   (Mohammed)