EZI beendet? - NEIN!

Mit einem Familiengottesdienst und einem Fest endete am Palmsonntag die sechswöchige Gemeindeaktion „Expedition zum Ich“. 80 Personen haben sich in irgendeiner Form an dieser Reise durch die Bibel und die eigene Glaubensgeschichte beteiligt. Genauso viele freuten sich dann auch über ein echtes Festessen, verschiedene musikalische Beiträge und nicht zuletzt über das, was auf Pin-wänden über die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse bei dieser Expedition einander mitgeteilt wurde. Was sehr einhellig in unterschiedlicher Form formuliert wurde: Es wird uns jetzt etwas fehlen – gleichzeitig ist es gut erst mal eine Pause zu haben – aber dann soll sie in irgendeiner Form weitergehen, diese Expedition, hin zu einem tieferen Verständnis von Leben und Welt auf den Spuren der Bibel.

Ziel erreicht?

Wir sind nun am Ende unseres Projekts angekommen.
In unserer letzten Woche haben wir noch einen Blick in die Zukunft gewagt und uns die Frage gestellt: Wohin gehe ich?
Jedes Bild, das wir uns von der Zukunft machen, prägt unsere Gegenwart schon jetzt mit, es bestimmt unsere Entscheidungen, verändert unseren Horizont, schenkt Hoffnung und weist uns den Weg. Und eines haben wir in den letzten Wochen gelernt. Egal, welchen Weg wir auf unserem Lebensweg einschlagen, oder welche Schicksalschläge uns treffen, Gott geht immer an unserer Seite mit uns mit. Diese allumfassende Gegenwart Gottes ist keine Bedrohung, sondern unsere Lebensgrundlage: Wir sind rundum geborgen.
Und deshalb kann uns unser christlicher Glaube noch etwas Weiteres schenken, was uns hilft, wenn die Welt dann eben doch nicht immer perfekt ist: Gelassenheit.
Und zum Schluss werfen wir noch einen Blick in Gottes zukünftige Welt.

Gott hatte eine gute Welt geschaffen: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (Genesis 1, 31). Aber dann verließen die Menschen Gott und stürzten diese Welt und sich ins Chaos. Das Chaos ist mittlerweile so groß und die Probleme sind so komplex geworden, dass wir es nicht mehr in den Griff bekommen werden. Darum muss „das Wesen" dieser Welt vergehen. Das Schöpfungswerk Gottes vollendet sich in einer neuen Welt, über die sich ein neuer Himmel wölbt.

Alles wird gut! Denn der, der auf dem Thron sitzt, spricht: „Siehe, ich mache alles neu." Zum ersten Mal spricht im Buch der Offenbarung nicht ein Engel oder eine andere himmlische Gestalt, sondern Gott selbst, Jahwe, das majestätische ICH.Diese Worte sind unfassbar, sie klingen zu schön, um wahr zu sein. Aber sie stammen von Gott selbst, sie stammen von dem, der Himmel und Erde bereits einmal geschaffen hat und der sie ein weiteres Mal schaffen wird. Dass er es kann, ist nicht so sehr das Wunder, immerhin ist er Gott. Aber dass er es will, dass er unsere Menschheit noch nicht abgeschrieben hat, sondern es noch einmal mit uns versuchen will, das ist das Wunder aller Wunder!      

Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich in den letzten 4o Tagen von diesem Wunder haben ergreifen und bewegen lassen, dann sind Sie dem ICH ein Stück näher gekommen — und dann hat sich unsere Expedition gelohnt.

Oder alle Tages- und Wochenthemen in einer Zusammenfassung