Kunst auf dem Altar

Gedanken von Fritz Mühlenbeck zum Altarkreuz

 

Schon bald wurde mir klar, dass ich für den Altar ein Kreuz ohne den Korpus Christi gestalten wollte, ein Kreuz, an dem der bereits überwundene Tod Christi deutlich wird, ein Kreuz voller Licht als Symbol für Christi Auferstehung. All das erkennen Sie in den Glasstreben des Kreuzes.

Der Stein steht symbolisch für das leere Felsengrab Christi, das am Ostermorgen, dem Morgen der Auferstehung, mit zur Seite gewälztem Stein vorgefunden wurde.

Sie erkennen, dass das gläserne Kreuz aus dem Stein herauswächst und weit über ihn hinausgeht. Es kündet von der 2000 Jahre alten frohen Botschaft.

Gedanken zum Ambo

Sie sehen auf der vorderen Glasplatte 12 Kreuze einer imaginären Landschaft. Dabei kommt Ihnen vielleicht die Assoziation zu den 12 Aposteln. Und das habe ich durchaus so gemeint.

 

Mit den 12 Kreuzen verweise ich aber auch auf die 12 Stämme Israels, die durch König David geeint wurden. Die umlaufende rote Linie steht als Symbol für die Vereinigung.

 

Man kann in den 12 Kreuzen auch die 12 Tore des himmlischen Jerusalems sehen. Aus deren Mitte fließt ein Strom des lebendigen Wassers an dessen Ufer die Bäume 12 Mal im Jahr Früchte tragen. Dieses klare Wasser sehen Sie hier als klare Glasadern, die diese vordere Glasscheibe durchziehen.

 

Den Ambo habe ich aus Stahl in Kombination mit dieser Glasplatte entworfen. Nach meinem Plan fertigte ein künstlerisch interessierter Stahlbauer dieses Unikat. Die Glasplatte habe ich in einem speziellen Glas-Brennofen zu einem Stück geschmolzen.

 

Ich könnte Ihnen auch zu den anderen Arbeiten, wie dem scheinbar freischwebenden Pult auf der Kanzel noch viele technische Details nennen.

 

Aber wichtiger als alles technische know-how sind Lesung und Verkündigung von diesem Ambo aus im Gottesdienst.