„Du hast die Wahl“

Am Wahlsonntag am 22.09.2013 fand der 2. jAGo statt. Mit einem neuen, eigenen Lied der Band wurde der Gottesdienst eröffnet.

Es war ein Gottesdienst, bei dem die Besucher nicht nur einmal die Wahl hatten.

Schon vor der Kirche gab es Stimmzettel für die Wahl zwischen zwei Liedern, von denen dann eines im Gottesdienst gesungen wurde. Im Gottesdienst konnte dann zwischen drei Kärtchen gewählt werden, die mit Ihren Symbolen und einem kleinen Hinweis nur vermuten ließen, um was es geht. Die Auflösung gab es dann am Ende des Gottesdienstes und das jAGo-Team bedankt sich an dieser Stelle noch mal  bei allen Mutigen, die zu Ihrer Wahl gestanden sind und mitgetanzt haben. In wie vielen Situationen wir die Wahl haben und ob es wirklich eine freie Wahl ist und wer wählt oder für wen gewählt wird, konnte nur angerissen werden, wie auch die unterschiedliche Bedeutung der Wahl, die wir zu treffen haben. Manche verändern unser Leben andere sind ohne weitreichende Bedeutung, wie die beiden Wahlen in diesem Gottesdienst. Es gibt Gründe sich für das ein oder andere zu entscheiden und so gibt es auch viele Gründe, die für die Wahl für ein Leben mit Gott sprechen, dazu sollte der Gottesdienst auch ermutigen. Freuen wir uns auf den nächsten jAGo am 2. Weihnachtsfeiertag.

Und davor bitte auf keinen Fall vergessen, am 1. Advent zur Wahl des Kirchengemeinderates und der Landessynode zu gehen!

„Du hast die Wahl“

Ja – ich habe die Wahl – immer und immer wieder.

Manchmal darf ich wählen,

manchmal   muss ich  wählen,

manchmal treffen andere die Wahl für mich.

Die Teilnahme an der heutigen Bundestagswahl war freiwillig. Niemand wurde gezwungen seinen Wahlzettel abzugeben..

Bleibt zu hoffen, dass viele ihr Wahlrecht angenommen und ihre Bürgerpflicht erfüllt haben, denn in einer Demokratie  leben zu können ist nicht allen vergönnt.

40 % der Weltbevölkerung kennen keine Wahlfreiheit, weil Diktatoren und Wahlzwang die Wahlen beeinflussen.

In welchem Land, von welchen Eltern, mit welchem Geschlecht und mit welcher genetischer Ausstattung wir in die Welt kommen – das wurde irgendwo, irgendwie ohne uns entschieden. - Wir wurden nicht mal gefragt, ob wir die Wahl annehmen.

Mit welchem Alter wir in die Kita oder in den Kindergarten kommen und welche Schule wir besuchen – das legen unsre Eltern für uns fest. 

So treffen andere für uns die Wahl  oder   versuchen z.B. in der Berufswahl uns in Ihrem Sinne zu beeinflussen.

Es stellt sich die Frage:

Wir stark lassen wir uns bei unserer Wahl beeinflussen?

Oder umgekehrt : wie stark soll ich mich einmischen, wenn mein Gegenüber auswählen muss?

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Eine Wahl ist immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden, denn wer wählt,

kann sich verwählen; er kann die falsche Entscheidung treffen und muss dann auch die Konsequenzen aushalten.

Aber wer nicht wählt, kommt  nicht weiter, erlebt nichts Neues.

Habe ich die Wahl, in den Urlaub fahren zu können, entscheide mich aber dennoch zuhause zu bleiben, sehe ich nichts von Land und Leuten und anderen Kulturen, aber :

ich erspare mir vielleicht großen Ärger mit Gepäck, das nicht am Flughafen ankommt, schlechtem Essen oder schlaflosen Nächten in einem harten ungewohnten Bett bei lauter Musik aus dem benachbarten Hotel.

Entscheide ich mich freiwillig an einer Fortbildung oder einem sportlichen Wettkampf teilzunehmen, kann ich hinterher enttäuscht über das Ergebnis sein – oder im positiven Fall mich riesig über den Erfolg freuen.

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Manche Wahl ist keine Wahl, weil die Voraussetzungen nicht passen.

So kann ich meinen Urlaub nicht auf den Malediven verbringen, oder mein Traumauto – einen Lamborghini – kaufen, wenn mein Geldbeutel nichts hergibt.

Ich kann nicht die Laufbahn eines Musikstars erreichen, wenn meinen musikalischen Fähigkeiten gleich null sind .

Oder ich kann keine grüne Hose kaufen, wenn nur eine solche in den Farben schwarz oder blau vor mir liegen.

Wahlen beeinflussen mal mehr mal weniger unser Leben.

Die Bundestagswahl beeinflusst unser Zusammenleben hier in Deutschland und das Miteinander mit anderen Ländern.

Die Berufswahl, die Wahl des Ehepartners, die Wahl der Freunde und Umgebung haben Einfluss auf meinen ganz persönlichen Lebensweg.

Nicht ganz so bedeutend sind die Wahlen, die zum Teil auch in den Bildern aufgetaucht sind:  Kleidung, Essen, Musik.  

Enttäuschungen gibt´s da auch, aber diese sind zu verkraften und beeinflussen  mein weiteres Leben nicht wirklich.

Nicht wirklich lebenswichtig und entscheidend war  die Wahl zwischen den beiden Liedern, an der einige am Anfang des Gottesdienstes teilgenommen haben.

Wir möchten Sie und Euch jetzt einladen nochmals an einer  Wahl teilzunehmen. Keine Angst – sie wird Ihr / Euer weiteres Leben  nicht beeinflussen wird.

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Wir haben drei verschiedene Kärtchen vorbereitet.

Ihr habt nun die Wahl, ob ihr ein Kärtchen nehmt und wenn ja, dann könnt ihr zwischen drei verschiedenen Kärtchen auswählen.

Es gibt gelbe Kärtchen, die haben ein Fragezeichen.

Es gibt grüne Kärtchen, die zeigen ein Bärchen.

Und es gibt orangene Kärtchen, da ist ein Männchen drauf.

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Um euch die Wahl zu erleichtern geben wir zu jedem Kärtchen eine Empfehlung weiter. Mal sehn, ob diese bei der Auswahl helfen kann.

·        Wenn Ihr etwas für Süßes übrig habt, dann entscheidet Euch für das Bärchen.

·        Wenn Ihr bewegungfreudig seid und euch gerne einer Herausforderung stellt, nehmt das Männchen.

·        Wenn Ihr gerne harte Nüsse kackt, nehmt das Fragezeichen.

Wir geben die Kärtchen durch die Reihen und am Ende des Gottesdienstes werdet Ihr erfahren, was hinter den Kärtchen steckt.

Wir freuen uns, wenn sich viele für ein Kärtchen entscheiden.