Wir blicken zurück auf unseren ersten Familiengottesdienst und bedanken uns bei allen, die diesen Gottesdienst bereichert haben, sei es durch Ihre musikalische Unterstützung, durchs Backen für unseren Ständerling oder durch Ihr Kommen. Es war ein tolles Erlebnis nach unserem ersten Jahr mit fünf 10-13-Gottesdiensten im Gemeindehaus mit der ganzen Gemeinde in der Kirche zu feiern. Wir danken allen für die postitiven Rückmeldungen. Das motiviert uns zum Weitermachen.
Das 10-13-Team


Impuls am Ostermontag 2009


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 das Grab ist leer .  .  .

 

Wie konnte das geschehen?

Das Grab war bewacht, ein mächtiger Stein mit einem Durchmesser von ca. 140 cm verschloss die Grabhöhle.

Nicht nur, dass der Stein mit seinen rund 1000 kg schwer zu bewegen war, es heißt, dass er und damit der Zugang zum Grab zudem noch versiegelt war. Von den Wachen ganz zu schweigen.

Nichts und niemand sollte mehr rein und auch nicht heraus kommen können.

Dem Leben des Begrabenen – in unserm Fall, dem Leben Jesu wurde mit dem Grabstein definitiv ein Schlusspunkt gesetzt.

Aber dann geschieht etwas.

Ja, das was da vor fast 2000 Jahren bei Jerusalem passierte, war

Bahn brechend für die Menschheitsgeschichte.

Man könnte meinen die Szene stammt aus einem

Sciene-Fiction-Film.

Die Erde bebte, eine überirdische Lichtgestalt, ein Engel, erscheint und rollt den zentnerschweren Stein beiseite, als ob dieser aus Papier oder Plastik wäre.

Das haut die stärksten Männer – oder Soldaten – um.

In diesem Augenblick  mag das beruhigende „Fürchtet euch nicht“ des Engels  den Frauen zwar gut getan haben, aber die Angst und der Schrecken saßen immer noch in ihren Gliedern.

Da wollten sie mit Salben und Öl ihrem toten Freund einen letzten Liebesdienst erweisen und dann hatten sie hier am Grab dieses ungewöhnliche, ja unglaubliche Erlebnis.

„Fürchtet euch nicht“ – das sagte doch schon einmal ein Engel zu – na zu wem sagte er es?

Ja- er sagte es zu den Hirten, die in der Nacht auf Bethlehems Feldern ihre Schafe hüteten.

Damals verkündigte der Engel die Geburt Jesu, des lang ersehnten Retters und Heiland der Welt.

Und hier am offenen leeren Grab bekommen die Frauen nun die allererste Osterpredigt zu hören:

 „Jesus ist nicht mehr hier, er ist auferstanden!“.

Wow – cool -  Jesus hat den Tod besiegt!

 Aber konnte das wahr sein?

Sollte es tatsächlich so geschehen sein, wie es Jesus schon vor seiner Gefangennahme immer mal wieder angedeutet hatte?

Mehrmals hatte er von seinem Leiden, seinem Sterben und dem Auferstehen gesprochen.

Begriffen haben es die Frauen damals nicht, und auch jetzt fällt es ihnen schwer, die ganze Sache richtig einzuordnen.

Der Engel forderte die Frauen auf, sich selbst davon zu überzeugen, dass das Grab wirklich leer war.

Der weg gerollte Stein gab ihnen den Weg dazu frei.

Nun konnten sie es mit eigenen Augen sehen:

Jesus war nicht mehr hier, das Grab war leer!

Was mag in den ersten Zeugen der Auferstehung Jesu wohl vorgegangen sein. Konnten sie es wirklich glauben?

Vor drei Tagen noch mussten sie zuschauen, wie Jesus ans Kreuz genagelt wurde, die Trauer bei dessen Tod war groß und dann der Schock, als plötzlich der Engel am Grab auftauchte, das Grab zudem offen und vor allem leer war.

Ein einziges Chaos der Gefühle.

Gefühle, die geradezu Achterbahn fahren.

Doch schließlich heißt es, wurden sie  erfüllt mit einer unbeschreiblichen Freude.

Irgendwie mussten sie gespürt haben, der Engel hatte die Wahrheit gesagt. Der Leichnam Jesu war nicht gestohlen worden- Jesus war auferstanden – er lebt.

 Diese unbeschreibliche Freude darüber trieb sie an, schnell heim zu den Jüngern zu gehen und ihnen die frohe Botschaft zu überbringen.

Dass sie auf dem Weg dahin, dem auferstandenen Jesus tatsächlich  begegneten, bestätigte nur noch das, woran sie geglaubt hatten.

Das Leben der Frauen bekommt an diesem frühen Morgen einen neuen Sinn.

Auf dem Weg zum Toten finden sie den Weg zum Leben.

Jesus ist auferstanden, nichts bleibt mehr wie es war.

Der Stein, der das Grab verschlossen hatte, ist nicht

zum Schlussstein der Geschichte Gottes mit uns Menschen geworden, sondern ein neuer Ausgangspunkt.

Ein tragfähiger Grundstein, groß und sichtbar für alle.

Ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte.

Ostern – das Fest der Auferstehung Jesu – ein Fest, das  unser Leben beeinflussen kann.

Steine geraten ins Rollen,

verschlossene Eingänge öffnen sich,

Wege werden frei,

neue Möglichkeiten tun sich auf,

der Aufbruch in ein neues hoffnungsvolles Leben kann beginnen.

Karl Barth – ein Schweizer Theologe – sagte einmal:

Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit einem tragischen Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.

Ostern ist ein Fest der Freude, weil Gott uns durch die Auferstehung seines Sohnes gezeigt hat: Er ist stärker als der Tod.

Bei ihm ist Menschenunmögliches möglich.

Er befreit von Sorgen und Ängsten, von Enttäuschungen und Traurigkeiten.

 Ja -  Ostern ist dann, wenn uns ein Stein – manchmal ein größerer Grabstein -  vom Herzen fällt und Platz macht, damit sich die Osterfreude und damit neue Hoffnung, in unserm Herzen ausbreiten kann.

Ostern ist immer dann  …  Inge und Verena werden uns nun Beispiele aus unserem Alltagsleben nennen und diese symbolisch an dem weggerollten Grabstein anbringen.

Manchmal streiten wir miteinander und es ist gar nicht so einfach, sich nachher wieder zu vertragen. Das bringen wir zu dir, Gott der Versöhnung.

Ostern ist immer dann, wenn wir aufeinander zugehen und einander verzeihen

Manchmal schauen wir nur auf uns und merken gar nicht, dass es unseren Freunden und Freundinnen nicht gut geht. Das bringen wir zu dir, Gott der Liebe.

Ostern ist immer dann, wenn wir uns um unsere Mitmenschen bemühen und miteinander das Leben teilen

Manchmal denken und reden wir über andere Menschen schlecht, obwohl wir sie noch gar nicht kennen. Das bringen wir zu dir, Gott des Lebens.

Ostern ist immer dann, wenn wir offen aufeinander zugehen.

Manchmal sind wir gegen alles, was neu und anders ist. Das bringen wir zu dir, Gott des Aufbruchs.

Ostern ist immer dann, wenn wir Neues wagen und den Mut haben, neue Wege zu gehen.

Manchmal denken wir keiner versteht uns, niemand mag uns so wie wir sind, auch nicht unsere Eltern. Wir verschließen uns und hören nicht mehr zu. Das bringen wir zu dir, Gott der Liebe.

Ostern ist immer dann, wenn wir wieder hinhören und die Zeichen der Zuneigung und Liebe wahrnehmen und annehmen.

Manchmal fühlen wir uns hilflos, sind wie gelähmt und sehr traurig. Dann wenn jemand gestorben ist oder unbegreifliche Dinge passieren. Das bringen wir zu dir, Gott der Hoffnung.

Ostern ist immer dann, wenn wir spüren, dass Du uns in schweren Zeiten nahe bist mit deiner Liebe, deiner Kraft und uns Hoffnung schenkst für unsere Zukunft.  

 



Ostern - wir werden von den Steinen auf unserer Seele befreit.

Anstvolle Gedanken, die wie Steine auf der Seele liegen.

Steine auf unserer Seele: welche Namen tragen sie?

Vielleicht heißt unser Stein »ANGST«

Vielleicht heißt der Stein »TRAUER«

Vielleicht heißt der Stein »EGOISMUS«

Vielleicht heißt der Stein »STREIT«

Vielleicht heißt er auch »HILFLOSIGKEIT«

Vielleicht heißt der Stein »ENTTÄUSCHUNG«

Vielleicht heißt unser Stein »VORURTEILE«

Vielleicht hat unser Stein auch einen ganz anderen Namen, den nur wir selbst kennen.

Ostern - wir werden von den Steinen auf unserer Seele befreit.


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